Text wider Willen

Aus dem Prinzip der Wiederholung, der wiederkehrenden Aufforderung, mich zurück zu halten, mich in Geduld zu üben, anzupassen, nun ein Garaus und ein Wort, ein für alle mal:

Ich bin laut, Du bist es nicht, und es ist umgekehrt, wer spricht? Weil es leicht ist, geht es, es spricht, wie es will, ich folge dem und verspreche nichts.
Still ist es, wenn der Ton erreicht ist. Mein Herz spricht wie es will. Vielleicht sende ich es dem, der mich dazu gebracht hat.

Vielleicht sind es viele, die glauben, mich zu kennen und mich dazu aufforderten, mich zurückzuhalten, mich meinetwillen still zu verhalten.
Mir selbst ein Gefallen zu tun, indem ich nicht eingreife in das, was bereits geschieht. Es ist bereits ein Eingreifen, wenn ich bin, und es tut mir jetzt schon leid, weil ich es bin.

Es tut mir leid, dass ich so laut bin, es tut mir leid, dass ich so mutig bin, es tut mir leid, dass ich so lebendig bin, es tut mir leid, dass ich es wage.
Es tut mir leid, dass ich Dir so nahe bin, es tut mir leid, das ich so fern von Dir bin. Es tut mir leid, dass ich Dich loslasse und dass Du

schon längst ein Teil von mir bist. Dass ich das nicht will, nütz jetzt nichts, es ist frei vom Willen, ich weiß es nicht, es ist mir gleich.

Hamburg, August 2016 -> gelesen like this, August 2019

Gesellschaftsabend N° 12 @Tiny Oyster Inn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.