gold

 

Her mit der Schuld, geb´ Ablass, Schmerz lass nach!
Let´s have some change! Give guilt and gold,
I won´t give a thing and Abracadabra:
Der eine ist reich, der andere schuld.

Ein einfacher Dreh, schnell verführt, an der Nase vorbei.
Reingefallen, ein alter Taschenspielertrick!

Die große Börse, das Geschäft, die digitale Banken-Welt,
es bleibt das gleiche Spiel. Einer korrupt, der andere dumm,
nicht schnell genug, zu viel Vertrauen und versichert.

Das System ist schuld! Wieder reingelegt,
jetzt sind´s Algorithmen – jedoch – das Spiel selbst ist das Problem.

Sagst: „Ich mach´ da nicht mit!“, und bist längst Teil davon.
Rein geboren quasi und ein Ausweg nicht in Sicht.

So spielt man mit und will echten Reichtum finden.
Die Schuld und die Sühnen gehören den Alten,
sind schon längst nicht mehr aktuell.
Das eine loswerden und das andere anhäufen.

Irgendetwas stimmt da nicht!
Wenn ich selbst bereichert bin, zahlt doch einer drauf´.
Denn das Spiel ist ungelöst, noch immer schlecht,
kann ich trinken so viel ich will.

Es kann nicht sein, den Reichtum strahlen lassen,
Königin sein, ohne mich dafür schlecht zu fühlen.
Was ist noch richtig was ist falsch?
Arbeite ich stundenweise oder habe meinen Preis?

Das Geld in meiner Hand scheint neutral zu sein,
gebe ich´s für gute Dinge aus. Halt mich raus und seh´ nicht ein,
dass ich ein böser Spieler könnte sein.

Nun gut, wohin führt´s? Eingebunden in die Gesetzeslage,
kann nur tun, was erlaubt ist.
Besser kann ich in dieser Stadt nicht sein.

 

Warum so niedergeschlagen? Vielleicht ist´s schon mehr, als gedacht.
Eventuell ist all das schon ausreichend Protestverhalten.
Nur spüre ich die Wirkung kaum.
Ich bin so zuckerfrei, kann klar denken und atmen auch,
doch besser kann ich in dieser Stadt nicht sein.

Es ist schon, der Wert ist da, die Freiheit lebt.
Die Müdigkeit vom Verbrauch, zu dem ich mich
einen Abend verführen ließ, ist fort, weg, vergessen,
und wusste es schon während dessen.

Ich ließ mich weiter darin treiben, um festzustellen,
was daran so mäßig ist.
Ich schätze wert, ich sehe ein,
allein mit wenig Kaffee, keinem Zucker
und erst recht kein Alkohol.

Es reicht schon längst, es fällt mir leicht,
und besser muss ich in dieser Stadt nicht sein.

Es ist genug Revolution im Haus.
Dazu einzuladen, ist manchmal schon zu viel.
Gesellschaftsabend und davon Plural.
Ruhig geblieben, abgeliefert, das Verhältnis stellt sich ein.
Geduld statt Schuld, Warten als Zunft begreifen.
Muße statt Buße tun und einfach reich bleiben.
Sich nichts zu Schulden kommen lassen.
Der Preis ist heiß, don´t touch, man sagte es bereits.

Lasst uns in dieser Stadt sein.

 

Zum Räppen´ meinetwegen, ich üb´ schon mal, und Flick Flack kommt oben drauf! Ich reim mal weiter, kürze noch, denn mehr ist leicht gesagt und weniger manchmal hilfreich.

XXO Eure Tina.

Der Text steht nicht gedruckt im Magazin Ausgabe N° 01,235 , dafür singen wir, wenn Gesellschaftsabend ist, und das sehr wahrscheinlich Anfang März 2019.

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